Slytherin

"In Slytherin weis man noch List und Tüke zu verbinden, doch dafür wirst du hier noch echte Freunde finden."
(Der Sprechende Hut, HP1, 7)

Professor Severus Snape ist Zaubertrankmeister und Hauslehrer von Slytherin (HP1, 7). Er wurde am 9. Januar als Sohn der reinblütigen Hexe Eileen Prince und des Muggels Tobias Snape geboren (HP6, 30).

"Ich kann euch lehren, wie man Ruhm in Flaschen füllt, Ansehen zusammenbraut, sogar den Tod verkorkt – sofern ihr kein großer Haufen Dummköpfe seid, wie ich sie sonst immer in der Klasse habe." (HP1, 8)

Er ist ein eher mittelgroßer (HP5, 24), dünner Mann mit schwarzen, fettigen und schulterlangen Haaren (HP2, 5), die ihm über die fettige Stirn (HP4, 25) seines schmalen, fahlhäutigen Gesichtes fallen (HP3, 5). Hinter diesem Vorhang aus Haaren versteckt glitzern (HP5, 26) seine kalten schwarzen Augen (HP4, 18) an seiner markanten (HP5, 4), übergroßen (HP4, 12) Hakennase (HP1, 5) entlang und künden von einem scharfen, berechnenden Verstand (HP2, 11).

Umspielt von einem Paar beweglicher Brauen (HP5, 32) drücken diese Augen mindestens soviel Hass und Häme aus, wie sie tagtäglich über seine dünnen Lippen kommen (HP4, 27).

Seine Stimme ist so fassettenreich wie faszinierend. Für gewöhnlich eisig (HP2, 5), unfreundlich (HP4, 36) und drohend (HP5, 24), ist sie je nach Bedarf und Laune auch ölig (HP1, 12) und sanft (HP1, 16) oder höhnisch (HP5, 17), abfällig (HP2, 11) und hämisch (HP2, 9), doch mit kaum mehr als einem Flüstern gelingt es ihm, eine Klasse ruhig zu halten (HP1, 8).

Unheil verkündend gleitet er daher wie eine große Fledermaus (HP2, 11), immer den Eindruck erweckend, dass er mit seinen langen, gelben (HP4, 18), dünnen Fingern (HP5, 24) seinen Zauberstab aus der Innentasche (HP5, 24) seines schwarzen Umhangs (HP4, 27) zieht. Da fällt es schwer, zu glauben, dass er nicht mit Vampiren verwandt ist.

Den erwachsenen Severus Snape unterscheidet heute kaum etwas von dem jungen, halbblütigen (HP6, 30) Slytherinschüler, der in den 70er Jahren in Hogwarts zur Schule ging. Aus dem mageren, blassen Jungen mit dem fettigen, dunklen Haar von damals (HP5, 28), der als Erstklässler mehr Flüche beherrschte als die Hälfte der Schüler im siebten Jahr (HP4, 27) und der keine Gelegenheit ausließ, seinem Erzfeind
James Potter einen Fluch aufzuhalsen (HP5, 29), wurde der sadistische Lehrer von heute.

Seit 1981 unterrichtet er in Hogwarts Zaubertränke (HP5, 17). Sein Klassenraum befindet sich tief unten in den Kerkern (HP1, 8), wo es im Winter so feucht und kalt ist, dass sich der Atem der Schüler über ihren Köpfen zu einem Nebelschleier zusammenzieht (HP1, 12). Aber aufgrund seines enormen Wissens um die dunklen Künste (HP4, 27) bewirbt er sich seit jeher für den Posten des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste. Der Schulleiter Albus Dumbledore hat ihm diesen speziellen Wunsch bisher allerdings immer verweigert (HP5, 17), da zu befürchten steht, dass dies das Schlimmste aus Snape hervorbringen würde. Erst in
Harry Potters sechstem Schuljahr kann Snape die Zaubertränke gegen diesen Posten tauschen (HP6, 8).

Salazar Slytherin

Salazar Slytherin war ein schlauer (HP2, 9) und machthungriger (HP4, 12) Zauberer, der vor über tausend Jahren im Mittelalter lebte und zu den größten Magiern seiner Zeit gehörte (HP2, 9). Er hatte ein altes, affenartiges Gesicht mit einem schmalen Bart, der fast bis zum Saum seines Umhangs hinunter fiel (HP2, 17). Salazar war ein berühmter Parselmund (HP2, 11) - einer der ersten, die je bekannt wurden - und besaß damit die seltene Gabe, mit Schlangen sprechen zu können (HP2, 18), weshalb auf seinem grünen Banner eine silberne Schlange zu sehen ist (HP4, 12). Er war zudem ein ausgezeichneter Legilimentor, eine Fähigkeit, die sein letzter Nachfahre, Tom Vorlost Riddle, welcher der heutigen Magierwelt besser als Lord Voldemort bekannt ist (HP2, 18), mit ihm teilt (HP5, 37).

Gemeinsam mit den Hexen
Helga Hufflepuff und Rowena Ravenclaw und seinem Freund Godric Gryffindor gründete Salazar Slytherin Hogwarts, Schule für Hexerei und Zauberei, in dem Bestreben, die beste Zaubererschule der Welt zu sein (HP5, 11) und junge Leute mit magischen Kräften fernab von neugierigen Muggelaugen auszubilden (HP2, 9). Am Anfang arbeitete Slytherin einträchtig und in Freundschaft mit den anderen Gründern zusammen (HP5, 11 und HP2, 9). Doch nach einiger Zeit kam es zum Streit, da er Schüler mit Muggeleltern nicht als vertrauenswürdig ansah (HP2, 9) und gesteigerten Wert auf die Reinblütigkeit der Schüler legte. Zudem führten das Machtstreben der einzelnen Gründer, Duelle, Kämpfe und gegenseitige Sticheleien zum Zerwürfnis, so dass er die Schule verließ (HP5, 11).

Allerdings ging Slytherin nicht, ohne seinem wahren Erben die Möglichkeit einzuräumen (HP2, 9), sein "edles Werk zu vollenden" (HP2, 17). Ohne die anderen Gründer darüber in Kenntnis zu setzen, errichtete er im Schloss eine Geheimkammer und versiegelte sie, damit der Schrecken, der darin lauerte, die Schule eines Tages von den Schülern säubern konnte, welche nicht reinen Blutes sind (HP2, 9). In dieser Kammer des Schreckens befindet sich eine riesige, graue Steinstatue Slytherins und bis zum Sommer 1993 haust dort ein leuchtend giftgrüner Basilisk (HP2, 17).

Bei seinen handverlesenen Schülern schätze Slytherin Entschlossenheit, Findigkeit und eine gewisse Neigung, Regeln zu missachten (HP2, 18). Auch seine Schüler sind mutig, aber nicht auf den Kopf gefallen (HP5, 21); sie wissen List und Tücke zu verbinden und können echte Freunde sein (HP1, 7), doch werden sie immer zuerst ihren eigenen Hals retten (HP5, 21).

Das Haus Slytherins liegt in den Kerkern des Schlosses. Über steinerne Stufen und durch dunkle, laut hallende Gänge gelangt man in den labyrinthischen Tiefen unter der Schule zu einer nackten, feuchten Steinwand, in der eine steinerne Tür versteckt ist. Dahinter liegt der Gemeinschaftsraum der Slytherins, ein langgezogenes unterirdisches Verlies mit rohen Steinwänden, grünlichen Kugellampen, die an Ketten von der Decke hängen, und einem kunstvoll gemeißelten Kamin. (HP2, 12)

Zu Slytherins letzten Nachfahren zählten
Vorlost Gaunt und dessen zwei Kinder, Morfin Gaunt und Merope Gaunt (HP6, 10). "Dank" Meropes Liebe zu dem Muggel Tom Riddle lebt heute, zu Harry Potters Schulzeit, der letzte Nachfahre des großen Magiers: Meropes Sohn, Tom Vorlost Riddle, welcher der Magierwelt besser als Lord Voldemort bekannt ist (HP2, 18).

Zwei private Gegenstände aus Salazar Slytherins Nachlass- ein Ring mit einem schwarzen Stein und ein goldenes Medaillon - wurden von Vorlosts Familie wie ein Schatz gehütet (HP6, 10). Nach dem Tod von Merope und Vorlost Gaunt stiehlt der damals etwa sechszehnjährige Lord Voldemort seinem Onkel den Ring (HP6, 10), und durch den Mord an
Hepzibah Smith kommt er in den Besitz des Medaillons (HP6, 20). Wie Albus Dumbledore vermutet, wurden beide Erbstücke von Voldemort in Horkruxe verwandelt (HP6, 23).
 

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